Analyse der Situation: Die Basis ist die Messung für die Erfassung und Analyse der Ausgangssituation
Die Radonbelastung liegt oberhalb der Grenzwerte: Empfehlung der geeigneten Maßnahme und Planung der Lösung
Begleitung bei der Umsetzung der Maßnahmen
Abnahmemessungen
Die offizielle Radonkarte der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz der Autonomen Provinz Bozen dient als Information für den Bausektor. Sie gibt an, in welchen Gebieten von Südtirol es wahrscheinlicher ist, hohe Konzentrationen in Gebäuden zu finden. Allgemein kann man sagen, dass die Gebiete im Vinschgau, Sarn- und Pustertal besonders gefährdet sind.
Hier kommen Sie zu der offiziellen Seite der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz der Autonomen Provinz Bozen: https://umwelt.provinz.bz.it/de/strahlung/radonkarte
Radon ist ein Edelgas, das radioaktive Strahlung abgibt und dessen Zerfallsprodukte gesundheitsschädlich sind. Es diffundiert aus Gestein und kommt daher vorzugsweise in gebirgigen Regionen vor. Das Radon gelangt über Risse und Undichtigkeiten des Fundaments in Häuser und sammelt sich vorzugsweise in Keller- und Erdgeschossräumen an. Die Gefahr entsteht durch die permanente Raumluftbelastung mit dem ständig nachströmenden radioaktiven Gas und kann Lungenkrebs verursachen.
Experten gehen davon aus, dass mindestens jedes 10. Gebäude in Italien radonbelastet ist.
Mit der Höhe der Radonkonzentration und der Länge der Expositionszeit steigt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung.
Statistiken zeigen, dass in Italien jährlich etwa ebenso viele Menschen an radonbedingtem Lungenkrebs sterben wie bei Verkehrsunfällen. Eine nationale Studie schätzt die Zahl der Todesfälle auf rund 3.000 pro Jahr, davon 19 in Südtirol.
Eine überhöhte Radonkonzentration bedroht nicht nur die Gesundheit, sie schafft auch rechtliche und wirtschaftliche Risiken.
Wohnhäuser:
Jahresmittel-Grenzwerte für Neubauten (seit 01.01.2025): 200 Bq/m3
Jahresmittel-Richtwerte für Bestandsgebäude: 300 Bq/m3
Arbeitgeber sind mit Haftungsrisiken konfrontiert, die sich aus dem Arbeitsschutz ergeben. Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsgebäude können bei erhöhter Radonbelastung nicht bestimmungsgemäß genutzt werden.
Grenzwerte für Arbeitsplätze:
Eingreifschwelle: Jahresmittelwert (Rn-222): 300 Bq/m3
jährliche maximale Arbeitsplatzdosis: 6 mSv/Jahr
Messpflichtige Arbeitsplätze:
gesamtes Staatsgebiet: unterirdische Arbeitsplätze
Radon-Risikogebiete: Arbeitsplätze in halb unterirdischen oder Räumen im Erdgeschoss
Thermalbäder
spezifische Arbeitsplätze, die im nationalen Radon-Aktionsplan erfasst sind:
Geschlossene Räume mit Aufbereitungsanlagen zur Reinigung von Trinkwasser in einem offenen Tank
Mineralwasser-Abfüllanlagen
Wasserkraftwerke
Von der Messung ausgenommene Arbeitsplätze:
Sanitärräume, Umkleideräume, Toiletten, Technikräume, Treppenhäuser oder Flure
Räume mit geringer Aufenthaltsdauer: weniger als 100 Stunden/Jahr
Abdichtung der von uns aufgespürten Radon-Eintrittswege mittels geeigneter Systeme und Methoden.
Diese Maßnahmen eignen sich für niedrige Radon-Konzentrationen.
Zufuhr sauberer Frischluft und Abführung belasteter Raumluft, wobei die Zuluft erhöht wird. Geeignet für mittlere Konzentrationen von 300 - 1.000 Bq/m³.
Absaugen des Radons unter dem Gebäude und Abführung nach außen. Diese Sanierungsmethode eignet sich für hohe Konzentrationen von 300 bis über 10.000 Bq/m³ und sehr große Gebäude.
Datenlogger für Kurzzeitmessung
Messgerät für die Kurzzeitmessung
Radondosimeter Langzeitmessung
Detektion von Eintrittspfaden
Datenlogger für Kurzzeitmessung
SYSTENT Bauphysik: Gesunde und behagliche Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie umwelt- und ressourcenschonende Baustoffe, Materialien und Konstruktionen sind die fundamentalen Ziele der Bauphysik.